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Vorbereitung des Sammelbandes „Zu Geschichte und Provenienz baltischer kunst- und kulturhistorischer Sammlungen im 19. und 20. Jahrhundert“ 

Projektlaufzeit

15. Juni 2017 bis 15. Dezember 2017

Im Projekt einbezogene Länder                           und Institutionen

1. Lettland: Lettisches Historisches Institut der Universität Lettlands

2. Deutschland: Herder-Institut für historische Ostmitteleuropaforschung – Institut der Leibniz-Gemeinschaft, Marburg

Durch die Autoren des Sammelbandes sind auch folgende Institutionen vertreten:

Lettland: 

- Lettisches Historisches Nationalmuseum

- Lettische Nationalbibliothek

- Lettisches Kunsthistorisches Institut

- Hochschule Vidzeme in Valmiera

Estland: 

- Estnisches Kunstmuseum

Litauen: 

- Litauisches Institut für Kulturforschung

Ziel(e) des Projekts 

Seit Ende des 20. Jahrhunderts ist das Interesse an der Provenienzforschung zu den Sammlungen in Europa in der Wissenschaft wie der Öffentlichkeit sehr gestiegen. Wendepunkt war das Washingtoner Abkommen von 1998, in welchem die beteiligten Staaten sich darauf einigten, die von den Nazis illegal erworbenen Kunstwerke aus staatlichen und kommunalen Sammlungen den rechtmäßigen Eigentümern zurückzugeben. Seitdem werden in Museen, Archiven und Bibliotheken gezielter Provenienz und Geschichte der Bestände erforscht – auch im Hinblick auf Restitutionsansprüche.

In dieser Hinsicht bestehen im Baltikum im Vergleich zu Deutschland und Mitteleuropa weiterhin größere Desiderate. Trotz gewisser Bestrebungen zur Erforschung der Sammlungsgeschichte, durch die Kulturerbeeinrichtungen, gibt es in den baltischen Ländern viel zu wenig wissenschaftliche Veröffentlichungen, die die Geschichte der Objekte und Kollektionen im Kontext der historischen Ereignisse oder des gesellschaftlichen Umfeldes betrachten, geschweige denn zum Thema der Restitutionsfragen.

Ziel des Prokjektes war es eine wissenschaftlichen Ausgabe für die Veröffentlichung – eines Sammelbandes zur Geschichte baltischer kunst- und kulturhistorischen Objekte und Sammlungen im Kontext der historischen Ereignisse und des gesellschaftlichen Umfeldes vorzubereiten. Die Herausgeber und Autoren des geplanten Sammelbandes wollten sich diesen Desideraten widmen, um die Gesellschaft für die Komplexität des Themas zu sensibilisieren und das wissenschaftliche wie das öffentliche Interesse dafür im Baltikum zu wecken.

Zielgruppe des Projektes 

Direkt: Historiker, Kunsthistoriker, Archäologen, Museums- und Bibliotheks-Fachleute in Lettland, Estland, Litauen und Deutschland wie auch im deutschsprachigen Raum, die Interesse an der Geschichte der baltischen bzw. deutschbaltischen Sammlungen und am Kulturerbe dieser Geschichtsregion haben, vor allem an den im Sammelband erforschten Sammlungen (ca. 500-1000).

Indirekt (Gesellschaftsteil, die indirekt in den Projektaktivitäten einbezogen sind): an der Geschichte der baltischen Sammlungen wie auch der Kulturgeschichte des Baltikums allgemein interessierte Gesellschaftsteile. 

Der Sammelband: 1) ist mit vielen Abbildungen geplant und dadurch auch sehr „publikumswirksam“

2) das Buch wird in ca. 2-3 Jahren über Internetplattformen des Herder-Instituts für alle Interessenten online zur Verfügung gestellt (deshalb ist auch die Größe dieser Zielgruppe schwer vorauszusagen), schätzungsweise deutlich mehr als 1000 Interessenten.

Hauptaktivitäten des Projekts und den/die Veranstaltungsort(e) an dem/denen die Aktivitäten im Rahmen des Projekts durchgeführt werden

 

1. Organisation und Koordination des Projektes – im Lettischen Historischen Institut in Riga und in Marburg – mit dem Herder-Institut und insbesondere seinem Verlag.

2. Die Übersetzung der vorbereiteten Aufsätze in Riga, Valmiera, Tallinn, Vilnius, Torun, Marburg (jeweils Institutionen der Autoren bzw. der Übersetzer)

3. Redaktion der Aufsätze in Riga und Marburg

4. Verwaltung des Projektes in Riga

5. Vorbereitung zur Veröffentlichung in Marburg

6. Präsentation des Sammelbandes in den Instituten in Riga und Marburg (geplant Anfang März 2018)

Geplante öffentliche Veranstaltungen

  1. März 2018

Herder Institut, Deutschland und Lettisches Historisches Institut, Lettland

Publikation und Präsentation des Werks